Plante Terrorist einen Anschlag auf den Reichstag?

Erinnerungen an die furchtbaren Terroranschläge vom 11. September 2001 werden wach: Bereits seit Monaten soll der konvertierte Österreicher Thomas Al J. in einem Flugsimulator trainiert haben. Der mutmaßliche Terrorist wird verdächtigt, einen voll besetzten Passagierjet in den Reichstag stürzen lassen zu wollen.

Gesteuert wurde das Vorhaben offenbar aus einer Altbau-Mietwohnung im Wiener Stadtteil Fünfhaus. Der 25-Jährige, der per Haftbefehl gesucht wurde, war bereits am vergangenen Mittwoch dingfest gemacht worden. Drei Komplizen, ein Tschetschene, ein weiterer Konvertit gleichen Alters und dessen 19-jährige Lebensgefährtin mit Kind, wurden am Flughafen Wien gefasst. Sie waren auf dem Weg in afghanische bzw. pakistanische Terrorcamps, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß. Ganz im Gegensatz zum Hauptverdächtigen. Ihm wird außerdem die „finanzielle und persönliche Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland“ zur Last gelegt. Darüber hinaus soll er der terroristischen Vereinigung „Deutsche Taliban Mudschaheddin“ (DTM) angehören.

26-jähriger Deutsch-Türke soll der DTM angehören

Bereits am 31. Mai wurde in Wien der 26-Jähriger Deutsch-Türke Yusuf O. aus Berlin verhaftet. Auch er wird der “Deutschen Taliban Mudschahedin“ (DTM) zugerechnet und soll bereits im Jahr 2009 in Propagandavideos, in denen er als vermummter Gotteskrieger auftrat, mit Anschlägen in deutschen Großstädten gedroht haben, sollte die Bundeswehr den Afghanistan-Einsatz nicht beenden.

Ob die Anschuldigungen gegen den nun verhafteten 25-jährigen Österreicher den Tatsachen entsprechen, ist bisher nicht 100 Prozent geklärt. Die Wiener Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt. Die Chefin der Anklagebehörde, Marie-Louise Nittel, formuliert bislang vorsichtig: Der Verdacht sei noch nicht verifiziert worden. Auch der Sprecher des deutschen Innenministeriums gibt sich zurückhaltend: mit den österreichischen Behörden arbeite man bereits “seit längerem äußerst professionell und vertrauensvoll zusammen”, Auskünfte in dieser Sache seien derzeit jedoch nicht möglich “um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden”.

Fest steht bisher nur: Zwischen dem jetzt in Wien Festgenommenen und dem Berliner Deutsch-Türken bestehen “keine strafrechtlich relevanten Zusammenhänge”.

Moslemische Gemeinde fürchtet um ihren guten Ruf

Nach der Verhaftung sitzt der Schock in der gesamten moslemischen Gemeinde in Wien tief. Zum einen befürchtet die große Mehrheit der friedvollen Mitglieder nun zu Unrecht mit dem mutmaßlichen Terroristen in einen Topf geworfen zu werden. Zum anderen, weil im Verlauf der Woche immer mehr Details rund um die Anschlagspläne des Familienvaters ans Licht gekommen waren.

Deutsch-Türkische Nachrichten
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