WikiLeaks-Informant: Bradley Manning soll nach Kansas verlegt werden!

Der mutmaßliche WikiLeaks-Informant Bradley Manning soll aus dem Militärgefängnis in Quantico, Virginia, nach Fort Leavenworth in Kansas verlegt werden. Die offizielle Begründung ist, dass Fort Leavenworth besser auf eine lang andauernde Untersuchungshaft – wie bei Manning der Fall – vorbereitet ist. Zudem soll Medienberichten zufolge Mannings Geisteszustand untersucht werden. Auf einer Pressekonferenz am gestrigen Dienstag sagte Pentagon-Jurist Jeh Johnson, die Entscheidung sei in Mannings eigenem Interesse. So hätte Fort Leavenworth eine bessere medizinische und psychologische Betreuung. Auch die Sportmöglichkeiten und die Möglichkeiten zu einer Interaktion mit anderen Gefangenen seien besser als in Quantico. Ob Manning allerdings auch erlaubt wird, diese Möglichkeiten zu nutzen, wird maßgeblich von seiner Einstufung abhängen.

Johnson erklärte, die Entscheidung, Manning zu verlegen, sei keine Kritik an dessen Behandlung in Quantico. Allerdings kommt die Entscheidung zu einem Zeitpunkt, zu dem von vielen Seiten massive Kritik an Mannings Behandlung laut wird.

Anfang des Monats fand eine psychiatrische Untersuchung Mannings statt. Diese sollte nach Behörden-Angaben feststellen, ob Manning einem Gerichtsverfahren gewachsen ist. Da diese Untersuchung am 9. April beendet war, kann Manning nun verlegt werden.

Mannings Anwalt, David Coombs, wurde nach Angaben der Behörden am gestrigen Dienstag über die bevorstehende Verlegung seines Mandanten informiert. Er nahm bisher nicht Stellung zu den Vorgängen.

Mannings Unterstützer sind skeptisch, ob Mannings Situation durch die Verlegung wirklich verbessert wird. Das „Bradley Manning Support Network“ kritisierte in einer Pressemitteilung, durch diesen Schritt werde Manning von seinem Anwalt, seiner Familie und vielen seiner Unterstützer entfernt. Man organisiere allerdings bereits Unterstützer-Aktionen in Kansas – die erste Demo dort ist bereits geplant.

Das Bradley Manning Support Network erklärt, die US-Behörden seien „schockiert“ gewesen über das Ausmaß an Unterstützung, das Manning insbesondere in den letzten Wochen zuteil wurde. Womöglich hätten geplante Groß-Demonstrationen in der Nähe von Mannings Militärgefängnis eine Rolle bei der Entscheidung gespielt, ihn zu verlegen. „Ich bin besorgt, dass das Militär einfach versucht, PFC Manning weiter zu isolieren,“ erklärte Jeff Paterson, ein Sprecher des Unterstützer-Netzwerks. Er sagte, es sei „lächerlich„, anzunehmen, dass die Misshandlungen Mannings in Quantico unautorisiert geschehen seien. Man werde allerdings versuchen, die Offiziellen in Fort Leavenworth dazu zu zwingen, selbst die Verantwortung von Mannings Wohlergehen zu übernehmen.

Kritisch äußerte sich auch der Kongressabgeordnete Dennis Kucinich. Dieser bemüht sich bereits seit Längerem um Mannings Rechte. Er kündigte an, diese Bemühungen trotz der Verlegung aufrecht erhalten zu wollen. Der Transfer nach Fort Leavenworth ändere nichts an den massiven Verletzungen von Mannings verfassungsmäßigen Rechten, so der Abgeordnete.

Gulli.com

So könnte Manning heute Aussehen!

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