Ägypten rechnet mit dem Pharao ab!

Er werde auf Heimaterde sterben, hatte Hosni Mubarak während der Revolte pathetisch verkündet. Dass ihm nun der Strang droht, hatte er sicher nicht gedacht. Denn schon die Untersuchungshaft des arabischen Ex-Potentaten ist beispiellos. Dass auf die Generalprobe so schnell die Wirklichkeit folgen würde, hätten wohl selbst erbitterte Gegner von Ex-Präsident Hosni Mubarak nicht gedacht. Am Freitag inszenierten die Protestierenden auf dem Tahrir-Platz in Kairo vor Hunderttausenden ein Gerichtsverfahren gegen den gestürzten Pharao – nach einem leidenschaftlichen Plädoyer forderte die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe.

Fünf Tage später, am frühen Mittwochmorgen, verkündet die ägyptische Staatsanwaltschaft auf ihrer Facebook-Seite, dass sie eine 15-tägige Untersuchungshaft gegen Mubarak und seine Söhne Alaa und Gamal verhängt hat. Die Vorwürfe: Mubarak soll sich im Amt bereichert haben, Land unter Wert verkauft, Milliarden auf Konten in Amerika, Großbritannien und der Schweiz geschafft haben, außerdem, dies ist das schwerwiegendste, muss er sich für die mehr als 800 Toten während der 18-tägigen Proteste verantworten. Wird er schuldig gesprochen, droht ihm der Strang. Er werde auf ägyptischer Erde sterben, hatte Mubarak während der Revolte pathetisch verkündet. An diese Variante hatte er sicher nicht gedacht.

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