Angriff aus Nordkorea versetzt Südkorea in Alarmzustand!

Ein nordkoreanischer Artillerieangriff mit mindestens einem Toten und 13 Verletzten hat die südkoreanische Armee in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Bei dem Angriff mit Dutzenden Granaten auf die Insel Yeonpyeong im Gelben Meer seien ein südkoreanischer Soldat getötet und 13 weitere verletzt worden, teilte das Militär mit. China und Russland warnten nach dem Vorfall vor einer Eskalation des Konfliktes.

Foto: Reuters

„Eine nordkoreanische Artillerie-Einheit hat um 14.34 Uhr (Ortszeit, 6.34 Uhr MEZ) Schüsse zur Provokation abgefeuert und die südkoreanischen Truppen haben zur Selbstverteidigung sofort zurückgeschossen“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul. Es handelte sich um einen der schwerwiegendsten militärischen Zusammenstöße seit dem Ende des Korea-Kriegs 1953.

Die südkoreanische Armee sei in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Seoul. Der Fernsehsender YTN berichtete, mehrere südkoreanische Kampfjets seien zu der Insel geschickt worden. Der südkoreanische Staatschef Lee Myung Bak berief eine Krisen-Sicherheitssitzung ein. Lee habe die zuständigen Minister und Sicherheitsberater aufgerufen, mit dem weiteren Vorgehen „einer weiteren Eskalation vorzubeugen“, sagte ein Sprecher des Präsidenten.

Yeonpyeong liegt westlich der koreanischen Halbinsel im Gelben Meer und ist nicht weit von der Seegrenze entfernt, die die Vereinten Nationen nach dem Korea-Krieg festgelegt hatten. Nordkorea erkennt die Grenze nicht an. Ende Oktober hatte sich ein Schusswechsel zwischen nordkoreanischen und südkoreanischen Truppen ereignet. Die südkoreanische Armee war deswegen kurz vor dem G-20-Gipfel in Seoul in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

Der getötete Soldat gehörte zu dem fest auf Yeonpyeong stationierten Truppenkontingent. Außer den 13 Soldaten wurden laut YTN zudem zwei Zivilisten verletzt. „Mindestens zehn Häuser brennen. Ich kann deutlich den Rauch sehen“, zitierte der Sender einen Bewohner der Insel. Die Einwohner seien per Lautsprecher-Durchsage aufgerufen worden, ihre Häuser zu verlassen. Auf Fernsehbildern waren dichte Rauchwolken über Yeonpyeong zu sehen.

Die Regierung in Peking äußerte sich besorgt über den Vorfall auf Yeonpyeong. „Wir hoffen, dass die Beteiligte mehr tun, um zu Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel beizutragen“, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Auch Russland warnte vor einer Eskalation des Konfliktes.

Quelle: AFP
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