Geheimdienst schleuste Agenten in das Terrornetzwerk-al-Qaida!

(diepresse.com) Der saudischen Geheimdienst schleuste einen Agenten in das Terrornetzwerk der al-Qaida ein. Nun soll er die Informationen geliefert haben, dank derer die Paketbomben aus dem Jemen entdeckt werden konnten.

Seine Geschichte klingt wie ein Agentenkrimi: Der Saudi Jabr Al-Fayfi, alias Abu Jaafar Al-Ansari, kämpfte 2001 an der Seite Osama bin Ladens in Afghanistan. Dort wurde er von US-Truppen festgenommen und nach Guantánamo gebracht. Bis 2007 wurde er im US-Gefangenenlager festgehalten, dann den saudischen Behörden übergeben. Nun soll er die Informationen geliefert haben, dank derer die Paketbomben aus dem Jemen entdeckt werden konnten. Er war offenbar vom saudischen Geheimdienst in die Reihen des Terrornetzwerks als Agent eingeschleust worden. Der saudische Geheimdienst lieferte nun die Info zu den Paketbomben weiter an die westlichen Behörden.

 

In Saudiarabien durchlief Al-Fayfi ein Rehabilitationsprogramm für Guantánamo-Rückkehrer und wurde anschließend freigelassen. Bald darauf setzte er sich in den Jemen ab. Damals wurde seine Flucht in den Medien als große Peinlichkeit für den saudischen Sicherheitsapparat kritisiert. Niemand ahnte, dass die Saudis nun einen Agenten in den Reihen al-Qaidas im Einsatz hatten.

Im September kontaktierte Al-Fayfi die saudischen Behörden. Laut der arabischen Tageszeitung „Al-Hayat“ wurde er mit einer saudischen Privatmaschine in Sanaa abgeholt. Anschließend erstattete er dem saudischen Geheimdienst offensichtlich Bericht und lieferte jene wertvollen Informationen, die jetzt zur Vereitelung der Anschläge mit den jemenitischen Paketbomben geführt hatten.

Mit saudischem Geld werden Stammesloyalitäten gekauft und ein Netzwerk jenseits des jemenitischen Sicherheitsapparates aufgebaut, dem die Saudis nicht trauen. Das saudische Infiltrationsprogramm scheint erfolgreich zu sein. Neben Al-Fayfi sind offensichtlich auch andere Agenten im Jemen im Einsatz. Ein Beweis: Der saudische Tipp an die US-Behörden enthielt die genauen Auftragsnummern der Paketbomben. Die kann der Geheimdienst erst nach Al-Fayfis Rückkehr erhalten haben

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