Auflösung des Wahnsinns!

(neues-deutschland) Es war schon immer die heimliche Freude vieler Kritiker, die Abkürzung für den Militärischen Abschirmdienst mit angelsächsischem Akzent auszusprechen. MAD, das klingt toll – also toll im Sinne von ein wenig wahnsinnig. Und dann noch groß geschrieben, also wie… Na lassen wir den Spott. Wie man hört, soll der Bundeswehr-Geheimdienst demnächst ohnehin aufgelöst werden. Zumindest ist wohl von Schwarz-Gelb ein entsprechender parlamentarischer Prüfantrag gestellt worden.

Hintergrund ist nicht etwa ein kritisches Verhältnis zu Geheimdiensten, weil sie parlamentarisch unkontrollierbar sind. Im Gegenteil, man wird den BND aufwerten und ihm offiziell übertragen, was er ohnehin schon tut: militärische Aufklärung und Abwehr von Angriffen auf die Bundeswehr. Vor allem in deren Einsatzgebieten. Wie da der Verfassungsschutz noch ins Bild passt, wird sich zeigen.

Mag sein, dass der MAD im Kalten Krieges noch eine Berechtigung hatte. Doch längst sind Bundeswehr und BND verbandelt. Nun sollen die Arbeit effektiver, die Wege kürzer, die Mittel zielsicherer eingesetzt werden. Forderungen, die seit einiger Zeit über dem BND schweben. Spätestens wenn dessen Chef Ernst Uhrlau Ende 2011 in Pension geht, wird sich so einiges in der deutschen Geheimdienstlandschaft ändern.

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