Assange trifft nach Irak-Leak zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen!

(gulli.com) WikiLeaks-Gründer Julian Assange fürchtet nach den neuesten Enthüllungen der Whistleblowing-Plattform offenbar noch mehr als sonst um seine Sicherheit. Angeblich ergriff er nun zusätzliche Maßnahmen zu seinem Schutz. Worin genau diese bestehen, verriet Assange allerdings nicht.

Assange fürchtet schon seit Längerem um seine Sicherheit. Aus Angst vor Strafverfolgung, Geheimdienst-Aktionen oder der Vergeltung verschiedener Gruppen, die durch WikiLeaks in ein schlechtes Licht gerückt wurden, lebt Assange Berichten zufolge teilweise im Untergrund. Er wechselt oft den Aufenthaltsort, reist unter falscher Identität und soll stets wechselnde verschlüsselte Mobiltelefone für die Kommunikation mit seinen Vertrauten benutzen. Mehrfach berichtete Assange, vom Geheimdienst verfolgt zu werden. Die Ermittlungen der schwedischen Behörden wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung sind für den gebürtigen Australier das Resultat einer Schmutzkampagne der US-Regierung.

In der Nacht von Freitag auf Samstag veröffentlichte WikiLeaks eine Sammlung von fast 400.000 militärischen Berichten über den Irak-Krieg (gulli:News berichtete). Diese erregten massive mediale Aufmerksamkeit. Auch die US-Behörden nahmen den Leak zur Kenntnis; sie waren sogar so besorgt, dass sie Wochen vor der Veröffentlichung eine 120-köpfige Task Force einsetzten, um Schadensbegrenzung zu betreiben (gulli:News berichtete). Mehrere ranghohe Militärsprecher und auch die US-Außenministerin Hillary Clinton kritisierten die Leaks. Es hieß, der Leak gefährde die nationale Sicherheit sowie die Sicherheit von US-Soldaten und Informanten.

All dies führte offenbar dazu, dass Assange mehr als sonst um seine Sicherheit fürchtet. Er sagte dem israelischen Sender Channel 2 am Sonntag, er habe „zusätzliche“ Maßnahmen ergriffen. „Ich fürchte nicht um mein Leben, aber wir mussten zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen„, sagte Assange dem Privatsender an einem nicht näher benannten Ort in London. Dem Sender zufolge wurde das Gespräch in einem „muslimischen Kulturzentrum“ geführt. Assange werde von Leibwächtern begleitet.

Assange rechnet nach eigenen Worten damit, dass die USA versuchen könnten ihn und andere zu ergreifen und der US-Gerichtsbarkeit zu unterstellen. Erst am Samstag habe ein ranghoher ehemaliger CIA-Vertreter wieder diese Möglichkeit in Erwägung gezogen, sagte Assange, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Ähnlich habe sich zuvor bereits das US-Verteidigungsministerium in einer Erklärung geäußert.

 

 

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