CIA-Armee macht Jagd auf Taliban!

(FT) In Afghanistan verschwimmen die Trennlinien zwischen Geheimdiensten und Soldaten. Laut US-Journalist Bob Woodward soll eine CIA-Elitetruppe hochrangige Taliban aufspüren. Der Bundeswehr gelang ein Fang – ihren Spezialkräften ging ein Taliban-Führer ins Netz.

Der US-Geheimdienst CIA betreibt offenbar eine 3000 Mann starke Schattenarmee in Afghanistan. Nach Recherchen des amerikanischen Starjournalisten Bob Woodward („Watergate“) handelt es sich dabei um eine gut ausgebildete Elitetruppe. Sie habe die Aufgabe, in Afghanistan und Pakistan radikalislamische Taliban aufzuspüren und zu töten. Das schreibt Woodward in seinem neuen Buch „Obama’s Wars“ („Obamas Kriege“), das kommende Woche erscheint.

Die CIA-Truppe setze sich aus verdeckt agierenden paramilitärischen Anti-Terror-Einheiten mit dem Namen CTPT (Counterterrorism Pursuit Teams) zusammen. Diese bestünden weitgehend aus afghanischen Soldaten. Mit ihnen verfolgt der Geheimdienst das Ziel, die Rückzugsräume der Terrororganisation al-Kaida im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan zu zerstören.

Von der CIA war bekannt, dass der Geheimdienst von der US-Regierung in eine paramilitärische Organisation umgewandelt wird, die Schattenkriege gegen Terroristen in Asien und Afrika führt. Das von Woodward geschilderte Ausmaß der verdeckten CIA-Operation in Afghanistan allerdings ist neu. Kritiker bemängeln, dass durch die Entwicklung die klare Trennung zwischen Geheimagenten und Soldaten verloren geht.

Hinter verschlossenen Türen sorgte diese Strategie für erhebliche Turbulenzen in Obamas Beraterkreis. Dabei kam es laut Woodward auch zu persönlichen Anfeindungen. Vizepräsident Joe Biden habe den Afghanistan-Gesandten Richard Holbrooke den „egoistischsten Bastard“ genannt, „den ich je getroffen habe“, schreibt Woodward in seinem Buch

Holbrooke und andere Berater seien der Ansicht gewesen, dass Obamas Plan, die US-Truppenpräsenz in Afghanistan zeitlich zu begrenzen, nicht funktionieren könne. Doch Obama ließ sich nicht umstimmen. „Ich will eine Rückzugsstrategie“, zitiert Woodward Obama, den er für sein Buch interviewte. Obama sei davon überzeugt, dass ihm die amerikanische Öffentlichkeit nur zwei Jahre zur Lösung des Afghanistan-Konflikts gebe. Zudem sei ein Fahrplan für den Rückzug notwendig, weil er „nicht die ganze Demokratische Partei“ verlieren könne.

Generalleutnant Douglas Lute, Obamas Afghanistan-Berater, wird mit der Einschätzung zitiert, dass Obamas Strategie-Entscheidung nicht im Einklang seiner Lageanalyse stehe. Generalstabschef Admiral Mike Mullen hatte derweil offenbar den Eindruck, dass sein Stellvertreter, General James Cartwright, ihm in den Rücken gefallen sei. Cartwright habe Mullen abgelehnt, weil dieser keine Kriegserfahrung habe.

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