Der Bundesnachrichtendienst steckt in einer schweren Krise!

(Bild) Psst, geheim: Der Bundesnachrichtendienst (BND) steckt in einer schweren Krise! Führungsschwäche, Mitarbeiter-Frust, ausbleibende Aufklärungserfolge lähmen den deutschen Auslandsgeheimdienst. Frei nach Thilo Sarrazin: Schafft sich der BND ab?


Im Kanzleramt (ihm untersteht der BND) werden die Heimlichtuer nur noch als Wichtigtuer wahrgenommen – wenn überhaupt. Ansehen und Einfluss des Dienstes sind in der Bundesregierung auf einen Tiefpunkt gesunken. Es spricht für sich: Der für die Geheimdienste zuständige Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) nimmt kaum noch an den wöchentlichen Lagebesprechungen mit BND-Präsident Ernst Uhrlau (SPD) teil.

Ähnlich wie einst Helmut Kohl scheint auch die Kanzlerin keine besonders hohe Meinung von den Schlapphüten zu haben. Fakt ist: Angela Merkel (CDU) hat den BND in ihrer gesamten Amtszeit nicht ein einziges Mal offiziell besucht. Kanzleramts-Spott: „Aus der ‚Neuen Zürcher Zeitung’ erfahren wir mehr über das, was in der Welt vor sich geht, als vom BND.“

Pullach, südlich von München: Stacheldraht und Videokameras sichern die hohe graue Betonmauer in der Heilmannstraße. Fotografieren kostet 5000 Euro Strafe. Absurder geht’s nimmer: „Google Earth“ bietet aus dem Weltraum eine herrliche Aussicht auf die weitläufige BND-Liegenschaft.

Geheimdienst-Experten im Bundestag hegen schon länger Zweifel, dass es hier außer internen Querelen und innerbetrieblichen Sex-Affären überhaupt noch Nennenswertes geheim zu halten gibt. Schlagzeilen machte der Dienst zuletzt mit einer Liebesposse um zwei schwule Agenten: „Kalter Krieg um warme Brüder!“

Ansonsten: Außer Spesen (rd. eine halbe Milliarde Euro Jahresetat, 6000 Mitarbeiter) in letzter Zeit nicht viel gewesen. Allenfalls noch: BND-Spezialisten (u.a. Computerfachleute, Sprachspezialisten) hielten auf einer Jobbörse im Internet Ausschau nach neuen Stellen. Und: Der Umzug nach Berlin in die neue 800 Millionen Euro teure Zentrale verzögert sich.

Ein spektakulärer Aufklärungserfolg jedenfalls blieb dem BND in den letzten Jahren versagt. Auch die Vermittlungen im Fall des 2006 von der palästinensischen Terrororganisation Hamas entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit blieben erfolglos – trotz der angeblich guten BND-Beziehungen in Nahost.

Ein langjähriger hoher BND-Beamter zu BILD.de: „Der Dienst liegt am Boden. Das Problem hat einen Namen.“ Das Problem, so sehen es erfahrene Geheimdienstler, heiße Ernst Uhrlau (63). Seit Monaten halten sich in Berlin Gerüchte über eine Ablösung des glücklosen BND-Präsidenten.

Kritiker werfen dem Sozialdemokraten Bunkermentalität, Eitelkeit und Führungsschwäche vor. Während der parteilose Amtsvorgänger August Hanning Berichte und Meldungen von wichtigen Zuträgern („Quellen“) akribisch selber auswertete, verlässt sich Uhrlau auf das Urteil der Beamten seiner Auswertungsabteilung.

Ein Insider: „Da fallen wichtige Erkenntnisse einfach durch den Rost.“ Uhrlau, so klagen viele Mitarbeiter in Pullach, „igelt sich regelrecht ein“.

Als möglicher Nachfolger Uhrlaus wird in Berlin der Chefdiplomat Markus Ederer gehandelt, zuletzt Planungschef im Auswärtigen Amt. Ederer kennt sich aus im Metier – er war früher Unterabteilungsleiter bei der Auswertung.

Unter den frustrierten Schlapphüten kursiert ein Witz. Er sagt im Grunde alles über den Zustand des Dienstes: Internationales Agenten-Treffen im Pullacher Forst. CIA, Mossad und BND wollen wissen, wer der beste Geheimdienst der Welt ist. Die Agenten-Teams erhalten die Aufgabe, ein Wildschwein zu fangen. Nach einer Stunde kommen die Amis mit einem von Kugeln durchsiebten Eber zurück: 100 Punkte! Nach zwei Stunden trumpfen die Israelis mit einer ganzen Rotte auf, jedes Tier sauber durch Kopfschuss getötet: 200 Punkte! Abends dann Riesen-Lärm: BND-Agenten zerren an seinem Geweih einen Hirsch aus dem Wald, brüllen: „Gestehe endlich, dass du ein Wildschwein bist!“ xD xD

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Bundesnachrichtentube

Eine Antwort zu “Der Bundesnachrichtendienst steckt in einer schweren Krise!

  1. Stephan-Andre' Hahn

    Hallo Leute,
    in Anbetracht der bescheidenen Erfolge unseres glorreichen Geheimdienstes, stellt sich die Frage, ist der BND überhaupt noch in der Lage, effizient für uns (das Volk) zu agieren? Für wen ist er wirklich noch von Nutze?Ist die islamistische ,,Gefahr,, wirklich existent? Deutschland ist von Geheimdiensten nur so durchwachsen. Unser ,,Freund,, der CIA ist doch eigentlich nur an deutscher Technologie interessiert und befürchtet insgeheim, dass die USA, wie aus der Vergangenheit bekannt, den technologischen Anschluss verpassen könnten. Russland, China etc. muss man hier sowieso nicht mehr nennen. Dient unserem BND der Mossad als Aushängeschild? Was ist los mit ,,unserem,, Geheimdienst BND?

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