Mossad-Agent Haftrichter vorgeführt!

(RPO) Ein von Polen an Deutschland ausgelieferter mutmaßlicher Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad soll noch am Freitagvormittag einem Kölner Haftrichter vorgeführt werden. Dieser werde darüber entscheiden, ob der Beschuldigte in Untersuchungshaft müsse, sagte Justizsprecher Rainer Wolf am Freitag.

Der mutmaßliche Mossad-Agent Uri B. wird beschuldigt, einem der an dem Mordanschlag auf den Hamas Funktionär Mahmud al Mabhuh am 19. Januar in Dubai beteiligten Attentäter einen deutschen Pass besorgt zu haben. Hinter dem Anschlag wird der israelische Geheimdienst vermutet.

Brodsky war am 4. Juni auf dem Warschauer Flughafen verhaftet und am Donnerstag an Deutschland ausgeliefert worden.

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(AFP) Polen hat am Donnerstag einen mutmaßlichen Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad an Deutschland ausgeliefert, der in die Vorbereitungen zu einem Mord in Dubai verwickelt gewesen sein soll. Dem Israeli Uri B. wird vorgeworfen, im Zusammenhang mit der Ermordung eines Hamas-Funktionärs einen deutschen Pass erschlichen zu haben. Er soll laut Kölner Staatsanwaltschaft am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Uri B. sei am Nachmittag an die deutschen Behörden überstellt worden, teilte die polnische Polizei mit. Nach Angaben von Polizeisprecher Mariusz Sokolowski wurde er mit einem Flugzeug nach Deutschland gebracht. Der Mann war am 4. Juni in Warschau aufgrund eines von der Bundesanwaltschaft beantragten europäischen Haftbefehls verhaftet worden. Ein Gericht in Warschau entschied vergangene Woche, dass er innerhalb von zehn Tagen ausgeliefert werden müsse.

B. wurde von den deutschen Behörden wegen eines Beurkundungsvergehens gesucht. Er steht im Verdacht, an der illegalen Beschaffung eines deutschen Passes beteiligt gewesen zu sein, der bei der Einreise einer Gruppe mutmaßlicher Mossad-Agenten in das Emirat Dubai im Januar verwendet wurde. Die Gruppe wird verdächtigt, den führenden Hamas-Aktivisten Mahmud el Mabhuh am 20. Januar in einem Hotelzimmer in Dubai ermordet zu haben.

Die örtlichen Behörden beschuldigen den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad, den Mann in einer geheimen Kommandoaktion ermordet zu haben. Mehr als 20 Verdächtige sollen dabei mit Pässen westlicher Staaten in das Emirat eingereist sein. Israel weist die Vorwürfe zurück und bestreitet jegliche Beteiligung seiner Dienste an der Tat.

Ein Spionage-Vorwurf wird gegen B. in Deutschland nicht erhoben. Grund ist, dass das Berufungsgericht in Warschau die Auslieferung lediglich wegen des Beurkundungsvergehens erlaubte. Damit wird die Bundesanwaltschaft nach eigenen Angaben an einer Anklage wegen möglicher Spionagetätigkeit gehindert.

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